November 2026

Branchennews November 2026

Die nachfolgende Übersicht stellt nützliche Branchennews vor, die Hausmeistern dabei helfen, immer aktuell informiert zu sein.

Auszug aus:

Die GebäudePraxis

Magazin für Hausmeister, Haustechniker und Gebäudebetreuer

Ausgabe November 2026

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ZVEH warnt vor Markteinbruch bei kleinen PV-Anlagen

© BillionsPhoto – stock.adobe.com

Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) kritisiert den Referentenentwurf zur EEG-Novelle 2027. Insbesondere die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung für kleinere Photovoltaik-Anlagen und eine verpflichtende Direktvermarktung könnten aus Sicht des Verbands zu einem deutlichen Markteinbruch führen. Der ZVEH fordert, die Einspeisevergütung für Anlagen unter 25 kWp beizubehalten. Die vorgesehene Übergangszahlung von 5,2 Cent je Kilowattstunde für drei Jahre schaffe keine ausreichende Investitionssicherheit. Stattdessen schlägt der Verband eine stärkere jährliche Degression für Neuanlagen vor. Zudem seien Direktvermarktung, Energy Sharing und Mieterstrom für Kleinanlagen noch nicht massenmarkttauglich. Der ZVEH fordert deshalb praxistaugliche Rahmenbedingungen sowie einen schnelleren Ausbau von Netzen, Speichern und Smart Metern.
Das vollständige Positionspapier des ZVEH zur EEG-Novelle 2027 gibt es hier: www.zveh.de/pp-eeg-novelle-2027

Wärmepumpen-Absatz wächst im ersten Halbjahr auf 195.000 Anlagen

© BWP

Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) zieht für das erste Halbjahr 2026 eine positive Bilanz: Laut Absatzstatistik wurden 40 % mehr Wärmepumpen an Großhändler und Fachhandwerker abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Verband führt die Entwicklung auf ein stärkeres Bewusstsein für fossile Kostenrisiken sowie auf die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zurück. Der BWP begrüßt die angekündigte Fortführung der Förderung bis 2030 und die Klarheit durch das Gebäudemodernisierungsgesetz. Trotz erneut möglicher Gas- und Ölheizungen sieht der Verband bei fossilen Energieträgern erhebliche langfristige Kostenrisiken, etwa durch steigende Anforderungen an den Einsatz grüner Brennstoffe. Dies haben zuletzt auch Studien des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg belegt: Die Institute warnen vor übereilten Investitionen in die vermeintlich günstigen fossilen Optionen.
https://shorturl.at/hhjbJ

Extremwetter: Risikobewusstsein trifft auf geringe Vorsorge

© DWa/Civey

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal erwartet die große Mehrheit der Menschen in Deutschland eine Zunahme von Starkregen, Hitze und Trockenheit. Dennoch unterschätzen viele ihre persönliche Gefährdung: Nur jeder Fünfte hält eine Überflutung am eigenen Wohnort in den kommenden fünf Jahren für wahrscheinlich. Entsprechend niedrig bleibt die private Vorsorge. Laut einer Civey-Umfrage im Auftrag der DWA haben lediglich 23 % bereits Schutzmaßnahmen wie Rückstauklappen oder gesicherte Kelleröffnungen umgesetzt; knapp 70 % haben bislang nichts unternommen. Die DWA fordert deshalb besser zugängliche Starkregengefahrenkarten, eine stärkere Verankerung des Risikomanagements in der kommunalen Planung und mehr verständliche Risikokommunikation. Die DWA unterstützt u. a. mit dem neuen Merkblatt „Hochwasserrisikokommunikation“ sowie durch ein bundesweit anerkanntes Verfahren zur Bewertung und Weiterentwicklung kommunaler Strategien gegen Starkregen und Überflutungen.
https://de.dwa.de/de/thema-klimawandel.html

Kein Einsatz von KI und Robotern ohne betriebliche Mitbestimmung

© Odye Design Art – stock.adobe.com

„Angesichts der Welle an KI-Robotern, die auf Deutschland in den nächsten Jahren voraussichtlich zurollen wird, sollten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer heute schon auf verbindliche Regeln für den Einsatz der neuen Blechgesellen mit künstlichem Denkvermögen verständigen. Für die Unternehmen ist der Einsatz der neuen Technologien unerlässlich, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Aber es gilt, darauf zu achten, dass dabei nicht die Rechte der Arbeitnehmerschaft auf der Strecke bleiben.“ So Studienleiter Harald Müller von der Bonner Wirtschafts-Akademie BWA. Laut Umfrage gehen 62 % der Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter davon aus, dass in Zukunft humanoide KI-Roboter, also dem Menschen nachkonstruierte und mit Künstlicher Intelligenz ausgestattete Maschinen, selbstständig betriebliche Aufgaben planen und ausführen können. Mehr als ein Drittel (36 %) der Befragten erwarten diese Entwicklung innerhalb der nächsten zehn Jahre. Dennoch fühlt sich nur ein gutes Viertel (26 %) der Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter „gut informiert“ über KI und humanoide Roboter. „Aufklärung ist das Gebot der Stunde auf allen Seiten“, betont Harald Müller.
https://bwabonn.de

Berufs- und Schutzkleidung: Reparieren vor Entsorgen

© PLANAM

Hochwertige Berufs- und Schutzkleidung soll möglichst lange im Einsatz bleiben. Durch professionelle Reinigung, Reparaturen und Aufarbeitung lassen sich Risse, defekte Verschlüsse oder verschlissene Partien beheben und Neuanschaffungen reduzieren. Technische Händler setzen dafür auf „Second-Life“-Konzepte: Rückläufer werden geprüft, sortiert und bei erhaltener Schutzfunktion erneut ausgegeben – auch bei Kleidung mit Firmenlogo. Grenzen hat die Weiternutzung jedoch bei sicherheitsrelevanten Schäden oder Gefahrstoffkontaminationen. Mit Lösemitteln, Lacken, Ölen oder Isocyanaten belastete Textilien, deren Reinigung nicht sicher möglich ist, müssen ersetzt und fachgerecht entsorgt werden, so der Fachverband Technischer Handel in seiner Meldung. Arbeitgeber sind hierzu nach Gefahrstoff-, PSA-Benutzungs- und Kreislaufwirtschaftsrecht verpflichtet.
www.vth-verband.de

Überspannungsschutz unter realen Bedingungen

© Citel

Bei Nachrüstungen und beengten Installationen werden die normativ vorgesehenen Abstände zwischen Überspannungsschutzstufen häufig unterschritten. Citel hat deshalb in einer fünfwöchigen Testkampagne untersucht, wie sich ältere und aktuelle Ableiter unterschiedlicher Hersteller unter solchen Praxisbedingungen verhalten. Im Fokus stand die Frage, ob die Schutzstufen bei sehr kurzen Leitungswegen weiterhin zuverlässig zusammenwirken. Die Ergebnisse unterstreichen laut Citel, dass Planer und Installateure bei herstellerübergreifenden Kombinationen nicht allein von theoretischen Annahmen ausgehen sollten. Entscheidend seien die tatsächlich gemessenen Geräteeigenschaften und die Energieableitfähigkeit der eingesetzten Schutzgeräte. Für Installationen mit besonders kurzen Abständen empfiehlt das Unternehmen, an der primären Schutzstufe VG-Ableiter mit gasgefüllten Funkenstrecken einzusetzen. Diese sollen die Energieverteilung auch bei minimalen Leitungslängen kontrollieren und nachgeschaltete Geräte entlasten.
www.citel.de

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